Verdauungsbeschwerden

ÜBLE GESCHICHTE

Ihnen ist speiübel, der Durchfall erwadelt und schwächt Sie. Ist es die Nahrung? War der Fisch nicht frisch? Ist es eine Infektion? Wie kann ich mich aus dieser unangenehmen Lage befreien?

Verdauungstrakt

Der Verdauungstrakt ist vieles in einem. Er gehört zu uns, zu unserem Körper und dennoch führt er als Schlauch vom Mund bis zum Anus, ist nicht richtig integriert, er gleicht einem Aussenbordmotor. 

Seine Aufgaben sind vielfältig: er verdaut, nimmt Nahrung auf, scheidet Giftstoffe aus, ermöglicht dem Körper Ernährung und schützt ihn gleichzeitig vor Fremdeinflüssen.

Die Aufgabe des Magen-Darm-Traktes ist also Verdauung und Immunabwehr. Diesen beiden Aufgaben liegen konträre Funktionen zu Grunde: die eine saugt auf wie ein Schwamm und die andere stösst ab wie ein gleichpoliges Magnet. Der Darm muss autonom entscheiden, was ein Nährstoff und was ein Giftstoff ist. Neben den Verdauungssäfiten sind Milliarden von Keimen für die Verdauung als Darmflora oder Mikrobiom bei der Verdauung oder bei der Immunabwehr unterstützend.

Sie sehen, dass Verdauung eine komplizierte Sache ist, obwohl wir sie seit unserer Geburt täglich autonom durchführen.. Deshalb ist eine zielgerichtete Diagnose nötig. Da genügt es nicht zu sagen, diese und jene Ernährung ist gesund oder diesen Trend setze ich um, weil alle davon sprechen. Verdauung und Ernährung ist individuell und setzt breites Wissen voraus. Verdauungstrakt ist oft die Wurzel von Krankheit, umgekehrt aber auch die Wurzel der Gesundheit.

Nahrungsmittel

Nahrung ist überlebenswichtig. Nahrung ist Alltag, Nahrung ist Gesellschaft, Nahrung ist Kultur. Lange Zeit war Nahrung gesellschaftlich verankert, wir assen von Generation zu Generation wie bei Mutter. Durch Globalisierung und Reisetätigkeit wurden lokale Nahrungsmittel oder Gerichte zu globalen Bestsellern. Grundsätzlich gilt, dass was saisonal in unserer Region wächst, für uns in entsprechender Jahreszeit verträglich ist. Durch die Globalisierung der Nahrung fällt es vielen schwer, zur „richtigen“ Zeit die „richtige“ Nahrung zur Hand zu haben.

Im Laufe der Globalisierung wanderten Menschen aus fremden Kulturen ein, was zu einer Multi-Kulti-Gesellschaft führte. Die Blutgruppendiät besagt, dass ein Mensch der Blutgruppe A eher vegetarisch leben sollte, ein B-Typ verträgt Milchprodukte, ein Nuller ist ein Fleischtiger und AB liegt irgendwo dazwischen. A und 0 ist bei uns zu fast je 50% vertreten, die anderen sind in marginalen Mengen vorhanden. In anderen Kulturen sieht diese Verteilung anders aus. In Südamerika hat es fast nur 0, wobei Asien sehr viele A hat, B ist vor allem in Sibirien. Aus Sicht der Blutgruppendiät könnten also Nahrungsmittel, die für einen gut sind, für einen anderen schädlich sein.

Fisch,Fleisch,Salat

Tomate

Tomaten gelten landläufig als gesund. Sie sind vollmundig, saftig, ein Kraftpaket voller wertvoller Mineralien, Vitaminen und sekundären Pflanzenstoffen. Mein Grossvater nannte sie Paradeiser, also Paradiesapfel. Die Tomate ist als Anti-Krebs-Mittel bekannt. Lycopin, ein Stoff der zu den Caratoiden gehört und dem Gemüse seine rote Farbe verleiht, ist für die krebshemmende Wirkung verantwortlich. Die Tomate weisst aber auch gesundheitliche Nachteile auf: die Lektine. Lektine sind pflanzliche Abwehrstoffe, die sie vor Frassfeinden schützt. Lektine kommen hauptsächlich in den Kerne und in der Haut vor. Deshalb rate ich Ihnen, die Tomaten zu entkernen und zu schälen. Wenn Sie empfindlich auf Histamin reagieren, also zu Allergien neigen, sind Tomaten eine schlechte Wahl, da sie als Histaminliberatoren Histamin aus den Körperzellen lösen und somit Beschwerden auslösen.

MEDASIA

CHRISTOPH HAEFLIGER

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